Travel – Blog #1 19.08.2017

Bloggen? Muss ich das jetzt wirklich auch noch machen? Auch noch in zweierlei Hinsicht; ICH auch noch – obwohl ich, gefühlt, doch schon genug zu tun habe und BLOGGEN auch noch, weil das doch schon Tausende und Abertausende andere tun. Bloggen über Essen, über Reisen, über New Work, über Familie, Krankheit, Gesundheit, Sport, Gesellschaft, etc. pp.

Ich glaube es kommt nicht darauf an was man bloggt. Oder für wen. Es kommt darauf an warum man es tut. Und darum habe ich, nachdem ich mein Warum gefunden habe, beschlossen es wenigstens mal zu versuchen. Also warum? Weil ich viel erlebe. Wenig Spektakuläres und sicher auch nichts, das für ein Buch taugt, eine Biografie oder gar einen abendfüllenden Kinofilm, aber immerhin genug um mich gern daran zu erinnern und anderen davon zu erzählen. Außerdem geht es ja nicht nur um die außergewöhnlichen Erlebnisse und Begegnungen; es geht auch um die Tipps, Tricks und Kniffe, die ich mit der Zeit entdecke und die mir das Leben – insbesondere wenn ich unterwegs bin – erleichtern.

Meinen ersten, diesen, Blog-Eintrag schreibe ich gerade auf dem London City Airport (LCY) während ich auf meinen Flug nach Hause warte. Es ist Samstag morgen und ich sitze hier, weil ich gestern meinen Anschluss verpasst habe, nachdem die Maschine verspätet in Edinburgh gestartet war.

Apropos Edinburg. Hier kommt der erste Tipp zu dieser großartigen Stadt, mit ihren freundlichen Menschen und höflichen Taxifahrern (als Ex-Teilzeit-Berliner kommt mir das vor wie ein Paradoxon, ist aber die Wahrheit: Schottland hat freundliche, höfliche Taxifahrer) in Edinburgh habe ich das beste Rib-Eye-Steak seit Wochen gegessen. Das war im Wildfire, in der Rose Street. Der Laden ist wirklich winzig und typisch Britisch, ein bisschen einfach eingerichtet, was er aber an Speisen bietet ist einfach großartig. Die Karte ist überschaubar, wie es sich für eine gute Küche gehört, das Personal jung und unkompliziert und, wie ich es von Schotten gewohnt bin, ausgesprochen freundlich.

Zu dem Steak (medium rare) gab es eine einfache Portion French Fries (Pommes!) ohne Alles und einen kleinen Salat. Klein ist in dem Fall eine echte Übertreibung. Er wurde in einer Kaffeetasse serviert in die er problemlos hinein passte. Gratis stellt man dir eine Karaffe Wasser auf den Tisch. Ich habe mir aber sicherheitshalber noch ein Dark Island bestellt, das ganz hervorragend zu Steak schmeckt! Für knapp GBP 30,- inklusive Caffé Americano kein echtes Schnäppchen aber sein Geld wert. Zumal Essen gehen in Edinburgh ohnehin nicht ganz so günstig ist wie in Bochum oder Essen oder Berlin.

Fakten und Tipps:

  • Taxi vom Flughafen (ca. 20 Minuten Fahrtzeit) kostet etwa GBP 20,-
  • Eine wirkliche Hotel Empfehlung kann ich nicht geben. Bei meinem ersten Aufenthalt in Edinburgh habe ich im Roxburghe Hotel übernachtet, das ganz großartig eingerichtete Zimmer hat und wirklich hübsch ist – leider auch sehr teuer. Dieses Mal war ich im Leonardo Royal Hotel, was zwar wesentlich günstiger war aber auch nicht gerade in der besten Gegend der Stadt liegt. Zudem hat das Haus und seine Einrichtung die besten Jahre schon hinter sich.
  • Wenn  du nicht gerade eine ganze Woche unterwegs bist, Abendgarderobe brauchst oder jeden Tag im Anzug ins Büro musst, ist es ein echter Segen nur mit Handgepäck zu reisen. Ich habe mir dafür einen mittelgroßen Rucksack von Timbuk2 zugelegt, in den ich meine Sachen für drei Tage locker unter bekomme. So sparst du dir die Gepäckaufgabe am Flughafen – das spart Zeit.
  • Eine Powerbank und Adapter für die Steckdose (die Briten verwenden seltsame Stecker) ist ein unbedingtes Muss, gerade wenn du viele elektronische Gadgets dabei hast. Zusatztipp: Lade wann immer du Gelegenheit dazu hast; du weißt nie wann du das nächste Mal eine frei zugängliche Steckdose findest. So ist es übrigens auch mit der Toilette: “Geh’ wenn du kannst, nicht wenn du musst” 😉
  • Kopfhörer und Kindle/E-Reader/iPad/Tablet/whatever helfen dir Wartezeiten, je nachdem entweder entspannt oder produktiv zu überbrücken.
  • Trinkflasche! Als umweltbewusst denkender (und immer öfter auch handelnder) Mensch, ist mir die Verwendung von PET Flaschen ein Graus. Daher habe ich mir eine Trinkflasche aus Edelstahl besorgt, die mich auf allen Trips, selbst dem täglichen ins Büro, begleitet. Diese fülle ich – oder lasse sie füllen – bei jeder Gelegenheit mit Wasser auf. In Mitteleuropa ist Leitungswasser nahezu überall problemlos trinkbar. Wenn du noch was Gutes tun willst, dann kaufst du dir diese Trinkflasche Jolly Roger aus dem Sea Shepherd Shop

Das war er also, mein erster Blog Eintrag zum Thema Travel und Reise. Ich freue mich, wenn du ihn gelesen hast. Noch mehr, wenn er dir gefällt und ganz besonders freue ich mich über Feedback. Positiv, oder konstruktiv – have fun!

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